Auch Anja hat ihre ersten Meter auf der Rennstrecke am

Rennstrecke als Fahrsicherheitstraining – wie bitte? 

Viele schnelle Bikes auf einem Haufen, getrieben von Adrenalin und Ehrgeiz. Warum die Rennstrecke dennoch ein durchaus sicherer Ort sein kann, erklärt uns Nico Pouchon von Plüss Moto Sport.

Fahren auf der Rennstrecke, ein Traum vieler Motorradfahrer*innen. Viele realisieren das Vorhaben lange nicht, aus verschiedenen Gründen. Respekt oder gar Angst spielen bei einigen dabei eine grosse Rolle - unbegründet, wie Nico Pouchon von Plüss Moto Sport findet. Warum ein Rennstreckentraining wie “Discover The Bike” gar wesentlich sicherer ist als eine gemütliche Pässetour, erfahren wir im Gespräch mit ihm. 

Die Rennstrecke als sichere Zone 

Während viele beim Wort “Rennstrecke” nur an Stürze, kopflose Fahrer und Gefahr denken, sieht die Realität tatsächlich wesentlich rosiger aus. Nico Pouchon, selbst Instruktor bei Plüss Moto Sport und erfahrener Rennfahrer, erklärt: “Die Rennstrecke ist ein sicherer Ort, auch für unerfahrene Motorradfahrer. Sie bietet einen geschützten Rahmen, um die Grenze von dir sowie deinem Bike schrittweise kennenzulernen”. Verglichen mit einer üblichen Pass- oder Landstrasse bietet die Rennstrecke nämlich klare Vorteile. Weder Gegenverkehr noch einkreuzende Fahrzeuge, die einem gegebenenfalls sogar die Vorfahrt nehmen könnten, sind zu befürchten. Der ständige Stress, andauernd für andere Verkehrsteilnehmende mitzudenken, fällt weg. Einzig die anderen Fahrer sind zu beachten - was jedoch wesentlich berechenbarer ist, als auf dem Klausenpass hinter einer engen Kurve von einem Sattelschlepper begrüsst zu werden.  

Auf der Rennstrecke braucht man sich um Hindernisse keine Sorgen zu machen.

Auf der Rennstrecke braucht man sich um Hindernisse keine Sorgen zu machen.

Einmal vom Rennstreckenfieber gepackt, gibt es für die meisten keinen Weg zurück.

Einmal vom Rennstreckenfieber gepackt, gibt es für die meisten keinen Weg zurück.

Auch andere Gefahren wie schlechter Asphalt, Ölspuren oder verunfallte Fahrzeuge sind auf der Rennstrecke nicht zu befürchten. Sollte die Strecke aus einem gewissen Grund nicht einwandfrei befahrbar sein, werden alle Fahrer mittels Flagge umgehend gewarnt. So kann der Fahrer in Ruhe entschleunigen und ist auf mögliche Hindernisse vorbereitet.  

Die Rennstrecke ist ein sicherer Ort, auch für unerfahrene Motorradfahrer!

– Nico Pouchon - Plüss Moto Sport

Die genannten Punkte grenzen das Unfallrisiko bereits ein grosses Stück weit ein. Sollte es unglücklicherweise dennoch zum Sturz kommen, ist der Fahrer noch immer besser aufgehoben als auf der Strasse. Viele Rennstrecken haben lange Auslaufzonen die verhindern, dass ein Fahrer unkontrolliert in ein Hindernis am Streckenrand stürzt. Zudem ist medizinisches Fachpersonal vor Ort und innert kürzester Zeit beim Fahrer.  

Dank Flaggen wissen die Fahrer stets, was Sache ist. (Foto: Patrick Köhli)

Dank Flaggen wissen die Fahrer stets, was Sache ist. (Foto: Patrick Köhli)

Im Falle eines Sturzes vermindern grosse Auslaufzonen die Verletzungsgefahr. (Foto: Patrick Köhli)

Im Falle eines Sturzes vermindern grosse Auslaufzonen die Verletzungsgefahr. (Foto: Patrick Köhli)

Dank den genannten Gegebenheiten bietet die Rennstrecke, entgegen der Erwartungen gewisser Leute, tatsächlich einen verhältnismässig sicheren Rahmen. Natürlich will auch hier die richtige Technik gelernt sein, um die korrekte Linie zu finden und keine Gefahr für sich und andere darzustellen. “Das Rennstreckentraining ist nicht dazu da, um zum MotoGP Pilot zu werden. Durch das wiederholte Fahren einer gleichbleibenden Strecke unter denselben Bedingungen gewinnt man Vertrauen und kann sich auf kleinste Details fokussieren – ganz ohne Stress und Druck”, ergänzt Nico. Um sich diese Basis anzueignen, bietet sich das von Plüss Moto Sport organisierte Rennstreckentraining “Discover the Bike” auf dem Anneau du Rhin an.  

Discover The Bike mit Plüss Motor Sport 

Ganz unter dem Motto "Discover the Bike" bietet Plüss Moto Sport geführte Motorradkurse sowie freies Fahren auf dem Anneau du Rhin an. Ob Rennstrecken-Neuling oder bereits eingefleischter Profi - an diesem Event sind alle willkommen. Die französische Rennstrecke ist bequem per Auto erreichbar und gerade für erste Erfahrungen im Racing-Bereich sehr beliebt. Mit Plüss Moto Sport erwartet dich eine professionelle Betreuung sowie kompetente Instruktoren vor Ort. 

Mehr erfahren: Discover the Bike (theriders.ch)

Das Streckenlayout von ADR der langen Variante, welches 3.7 Km beträgt.

Das Streckenlayout von ADR der langen Variante, welches 3.7 Km beträgt.

Das Streckenlayout von ADR der kurzen Variante, welches 3.0 Km beträgt.

Das Streckenlayout von ADR der kurzen Variante, welches 3.0 Km beträgt.

“Discover the Bike” - wie alles begann 

Pünktlich zum grossen Boom im Rennsport wurde Plüss Moto Sport Ende der 80er Jahre gegründet. Schweizermeisterschaften, Freies Fahren und viel Spass am Motorsport standen in der damaligen Zeit im Vordergrund. Die Rennstrecke war der ideale Ort für dieses Vorhaben: Mehr Spielraum mit dem Tempo, kein Gegenverkehrt, mehr Sicherheit durch Auslaufzonen.  

Bereits in den 90er Jahren fand das noch heute unter diesem Namen bestehende “Discover the Bike” von Plüss Moto Sport seinen Anfang. Das damals zweitägige Fahrtraining für Hobbyrennfahrer wurde von Peter Sager und Erwin Plüss entwickelt – und scheint den Nerv getroffen zu haben.  

Über die Jahre entwickelte sich das Training laufend weiter, aber auch die Szene veränderte sich. Das Niveau der “Amateure” stieg stetig, die Motorräder wurde besser, schneller. Übliche Strassenfahrer, die in ihrer Freizeit gerne etwas sportlicher unterwegs waren, gerieten in Vergessenheit – das sollte sich ändern. Der Fokus des “Discover the Bike” Events wurde vermehrt auf sportliche Strassenfahrer gelegt und das Training auf einen Tag gekürzt. In dieser Form stiess das Training von Plüss Moto Sport auf grosse Beliebtheit. Bis heute gelingt es den Instruktoren (allesamt Rennfahrer resp. Ehemalige), auf die verschiedensten Niveaus der Kursteilnehmenden einzugehen.  

Die Lernstufen von Discover the Bike 

Bike 1: Hier wird eine solide Grundlage geschaffen: Fokus auf Lockerheit, Blickführung, Motorrad spüren, richtig bremsen, mentale Vorbereitung.  

Bike 2: Vertiefung von Lockerheit & Blickführung, zusätzlicher Fokus auf die Ideallinie sowie die Selbstwahrnehmung. Diese Stufe ist ausschliesslich für Leute geeignet, die bereits seriöse Fahrtrainings absolviert haben und bei denen die Theorie resp. Die Grundlagen sitzen. 

Race 3: Diese Stufe bildet den Einstieg ins Rennpistenfahren.  

Mehr Infos zu den Lernstufen findet ihr hier : https://pmotosport.com/

Auch Anja hat ihre ersten Meter auf der Rennstrecke am

Auch Anja hat ihre ersten Meter auf der Rennstrecke am "Discover the Bike" mit Plüss Moto Sport gemacht. (Foto: Sportfoto Trescher)

Mit 200 km/h zum sicheren Fahrstil 

Trainings auf der Rennstrecke bieten jedoch nicht nur einen sicheren Rahmen, sie sind auch durchaus lehrreich! Dank klaren Anweisungen der erfahrenen Instruktoren bietet es sich an, das Bike und dessen Limits besser kennenzulernen. Der Fahrstil wird allgemein gefestigt, was auch den üblichen Strassenfahrern zugutekommt. “Wir lernen den Teilnehmenden, sicherer zu werden. Ob dies anschliessend für schnelleres Fahren oder, im Idealfall, für mehr Reserve sorgt, ist jedem selbst überlassen”, meint Nico. Fakt sei, dass jede*r nach einem solchen Training wesentlich an Fahrsicherheit dazugewinnt - unabhängig von Niveau und Ambitionen.

Elektronische Helfer verstehen dank Rennstreckentraining. (Foto: Patrick Köhli)

Elektronische Helfer verstehen dank Rennstreckentraining. (Foto: Patrick Köhli)

Das volle Potenzial einer Rennmaschine zeigt sich erst auf der Rennstrecke. (Foto: @wheelspics_)

Das volle Potenzial einer Rennmaschine zeigt sich erst auf der Rennstrecke. (Foto: @wheelspics_)

Doch nicht nur die Maschine und die Fähigkeiten setzen Limits, auch die Physik hat gewisse Regeln, wie wir alle wissen. Zur Unterstützung bieten modernere Maschinen nützliche elektronische Helfer, wie beispielsweise die Wheelie- oder Traktionskontrolle. Auch hier ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, wann diese Helfer eingreifen und wie sich das auf das eigene Fahrgefühl auswirkt. Zudem spielen weitere Kräfte eine zentrale Rolle. “Wir haben vermehrt Fahrer, die trotz einem schnellen und scheinbar guten Fahrstil unbewusst gegen das Bike und die Physik arbeiten”, schildert Nico, “Es ist uns wichtig, allen Teilnehmenden die richtigen Grundlagen zu vermitteln und so die Gefahr eines Sturzes zu reduzieren.” 

Ausserdem tummeln sich an einem “Discover the Bike” zahlreiche Gleichgesinnte – ihr werdet an Trackdays somit nicht nur mit vielen Learnings bereichert, sondern auch mit spannenden neuen Bekanntschaften. Nico ist ohnehin der Ansicht, dass bei diesen Trainings und Events der Spass und die Freude an erster Stelle steht: “Viele Teilnehmer kommen jährlich wieder, weil die Atmosphäre einmalig ist”. 

Nachhaltige Vorteile 

Die erwähnten Punkte lassen vermuten, dass ein Rennstreckentraining tatsächlich einen grossen Mehrwert auch für eingefleischte Strassenfahrer bietet. Man lernt seine Grenzen kennen, baut seine Fähigkeiten aus und gewinnt somit Vertrauen in das eigene fahrerische Können. Besonders in Gefahrensituationen im alltäglichen Strassenverkehr bildet dies die Basis, um schneller und souveräner reagieren zu können. Die gewonnene Sicherheit ermöglicht es zudem, sich besser auf den Verkehr und das Umfeld zu fokussieren.

Zudem wird den einen oder anderen durch das intensive Rennstreckentraining und die umfassende Auseinandersetzung mit der Maschine bewusst, dass schnelles Fahren auf der Strasse nicht annähernd so cool ist, wie auf der Rennstrecke!  

Auch als erfahrene Motorradfahrerin auf der Strasse, kann Jessy hier profitieren.

Auch als erfahrene Motorradfahrerin auf der Strasse, kann Jessy hier profitieren.

Fazit 

Nebst all den Fakten und Erklärungen ist eines sicher: Die Rennstrecke macht enorm Spass! Der erste Trackday ist für viele ein unvergessliches Erlebnis und es bleibt in den meisten Fällen nicht bei einem einzigen Rennstreckenbesuch – aus gutem Grund.  

Spätestens mit diesem Beitrag dürfte auch bei den letzten die Lust aufgekommen sein, den ersten Trackday zu buchen. Buche jetzt dein Rennstreckenevent bei Plüss Moto Sport und sammle deine eigenen Erfahrungen. Viel Spass!

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